Veranstaltungen 2015

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Als Oma das Papier noch bügelte, (08. Januar 2015)
Unter dieser Überschrift hatte der Seniorenbeirat zum ersten Erzähl-Café im neuen Jahr eingeladen. Es ist der Titel eines Buches von Willi Fährmann, in dem er Geschichten aus der nicht immer guten alten Zeit erzählt, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Otto Butzbach begrüßte die Besucher mit Neujahrsgedichten. Er hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, in dem Geschichten aus Fährmanns Buch und andere Erzählungen die Besucher zum Erzählen eigener Erlebnisse anregten. So wurden Erinnerungen an die Kriegs- und Nachkriegszeit, an die strengen Winter in den 40er und 50er Jahren lebendig, als es noch Eisblumen an den Fenstern gab und im Haus nur ein Zimmer, in der Regel die Küche, geheizt wurde.  Einige wussten auch von Streichen zu berichten, die sie als Jugendliche angestellt haben. Zwischen den Lesungen und dem lebhaften Erzählen wurden Winterlieder gesungen.
Otto Butzbach dankte den treuen Besuchern für ihr Kommen und die lebhafte Beteiligung. Er wünscht sich, dass mehr Menschen das Angebot der Erzähl-Cafés nutzen. Es gibt Gelegenheit wieder einmal einen Nachmittag in Gesellschaft zu verbringen, sich an Liedern, Geschichten und Erzählungen zu erfreuen und auch eigene Beiträge einzubringen.

Grillparty im „Tachsche“ in Katzenelnbogen (11. Juni 2015)
Der traditionelle Grillnachmittag des Seniorenbeirates fand in diesem Jahr bei herrlichem Wetter im „Tachsche“ in Katzenelnbogen statt. Familie Heuser hatte die Veranstaltung gut vorbereitet. Als Speisen standen Würstchen, Steaks und Salate zur Auswahl, und wer wollte, konnte sich auch ein Stück Kuchen oder eine Portion Eis bestellen.
Etwas mehr als 50 Besucher konnte der Vorsitzende des Seniorenbeirates Otto Butzbach begrüßen. Mit heiteren Geschichten und gemeinsamen Liedern, einige davon von den „Wilden Alten“ vorgetragen, erlebten die Besucher einen abwechslungsreichen Nachmittag.
Mit einem herzlichen Dank an Besucher und Gastgeber verabschiedete der Vorsitzende die Gäste.


Viele Freude beim Spielen im Stadtpark (25. Juni 2015)
Senioren-Centrum und Seniorenbeirat hatten am 25. Juni 2015 zum Spielen in den Stadtpark eingeladen. Etwa 40 Kinder waren gekommen und verteilten sich an die einzelnen Spielstätten. Im Angebot waren in diesem Jahr Sackhüpfen, Ringewerfen, Kirschkernweitspucken, Bingo, Boccia, und Hickelhäuschen. Mit viel Spaß nahm eine Gruppe aus der Stiftung Scheuern an den Spielen teil. Besonders Bingo fand ihr Interesse. 
Für das leibliche Wohl hatte das Centrum gesorgt, Kaffee, Kuchen und erfrischende Getränke fanden dankbare Abnehmer.


Wir tun etwas für unsere Gesundheit (09. Juli 2015)
Zahlreiche Besucher konnte der Vorsitzende des Seniorenbeirates Ott Butzbach im Café Faust zu einem Vortrag von Albert Ott begrüßen
Gespannt lauschten die Besucher des Erzähl-Cafés den Ausführungen des Referenten und machten bereitwillig die Übungen zum Fingerhalten mit, mit denen man gesundheitlichen Probleme begegnen oder sie verhindern kann.
Anschaulich erläuterte er die Grundlagen und Zusammenhänge zwischen Fingern, Energie und Körperfunktionen und welche Organe mit welchen Fingern in Zusammenhang stehen und entsprechend zu beeinflussen sind.

Wir hören Melodien auf einem Grammophon (13.08.2015)
„Was macht du mit dem Knie, lieber Hans…“ mit diesem alten Schlager begann beim Erzähl-Café am 13.08.2015 eine musikalische Reise in die Welt vergangener beliebter Melodien. Diese und weitere bekannte Melodien brachten Beate und Wolfgang Reiche mit ihrem Grammophon zum Erklingen und regten die Besucher zum Mitsingen an.

Doch zuvor gab Otto Butzbach eine kurze Einführung in die Entwicklung der Aufnahmetechnik. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir Musik und Sprache aufnehmen und beliebig wiedergeben können. Die entsprechenden Geräte dazu gibt es allerdings erst seit etwa 140 Jahren, und zwar war es der 1877 von Thomas Alva Edison vorgeführte Phonograph. Auf eine mit einem Stanniolblatt bezogene Walze erzeugen die auf eine Membran gesprochenen Töne eine Tonspur. Lässt man die Nadel dann wieder über die Tonspur laufen, erzeugt sie Töne, die mit Hilfe eines Schalltrichters verstärkt werden. Die Erfindung rief viele Tüftler auf den Plan. 1887 führte Emil Berliner ein Gerät vor, das statt einer Walze eine Scheibe zur Aufzeichnung und Wiedergabe der Töne benutzte und man nannte das Gerät Grammophon. Bei ihm musste noch mit einer Handkurbel eine Feder aufgezogen werden, damit die Platte sich drehen konnte. Der Nachfolger des Grammophons ist der Plattenspieler, den die Älteren noch in guter Erinnerung haben und manch einer hat sich eine reichhaltige Plattensammlung angelegt.
Die Entwicklung führte weiter zum Tonbandgerät und dem kleinen Bruder Kassettenrekorder. Mit ihnen konnte man selbst Musik und Sprache aufnehmen. Auch sie wurden abgelöst vom CD- und DVD-Player. Mit letzterem kann man nicht nur CD’s abspielen, sondern auch Sendungen vom Fernseher aufnehmen. Ein weiterer Fortschritt ist der MP3-Player, ein tragbares Gerät zur Wiedergabe von Audiodateien.

 Nach dem theoretischen Exkurs, der durch Bilder veranschaulicht wurde, erklangen schöne alte Melodien aus der Plattensammlung der Familie Reiche. Der krächzende Ton des Grammophons ließ Erinnerungen an die Jugendzeit wach werden, wobei wir nicht vergessen dürfen, dass die heutige Technik ohne die Erfindungen unserer Vorfahren nicht möglich wäre.
Otto Butzbach

Ausflug nach Hachenburg  (17. September 2015)
Nahezu 70 Seniorinnen und Senioren waren der Einladung des Seniorenbeirates und der Verwaltung der Verbandsgemeinde zu einem Ausflug in den schönen Westerwald zur Stadt Hachenburg gefolgt. Dort erwartete sie ein abwechslungsreiches Programm, wobei der Besuch des Zentrums der ehemaligen Residenzstadt der Grafen von Sayn mit ihrem schönen von Fachwerkhäusern umrahmten „Alten Markt“ aus Zeitgründen nicht vorgesehen war.
Zunächst war der Besuch des Landschaftsmuseums Westerwald geplant. Am Ortsrand von Hachenburg, zu Füßen des Schlosses gelegen, erhielten die Besucher einen Eindruck vom bäuerlichen Wohnen und Arbeiten, wie es im Westerwald bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts üblich war. In acht typischen Gebäuden, darunter Wohnhäuser, eine Dorfschule, eine Scheune, ein Backhaus, sowie eine Ölmühle, sind landwirtschaftliche Geräte und die Arbeitsmaterialien verschiedener Handwerksberufe zu sehen. Beim Gang durch die Häuser hörte man des Öfteren den Ausruf: „Schau mal, mit dem Gerät habe ich in meiner Jugend auch noch gearbeitet.“ Heute sind sie nur noch Museumsstücke, spielen im Alltag längst keine Rolle mehr. Jahrhundertelang wurden diese Geräte benutzt. In etwa 80 Jahren ging die Entwicklung von Sichel und Sense, über Mähmaschine, Mähbinder bis hin zum Mähdrescher.
Nachdem die Besucher im Kellergewölbe des Hofgartenhauses Kaffee und köstlichen Kuchen zu sich genommen hatten, ging es zum nächsten Besuchsziel, der „Hachenburger Brauerei.“ Zwei kompetente Mitarbeiter führten durch den Betrieb und vermittelten durch Wort und Bild einen Einblick in die Bierherstellung. Ein Höhepunkt der Führung war ein Stopp an einer eigens eingerichteten „Zapfanlage“, wo als Belohnung für das Treppensteigen ein kühler Trunk gereicht wurde.
Der krönende Abschluss fand in der schon historisch zu nennenden Schankstube statt, wo die Gäste sich an einer köstlichen nach Westerwälder Art zubereiteten Kartoffelsuppe laben konnten, zu der das Hachenburger Bier besonders gut mundete.
Traditionsgemäß wurden die ältesten Teilnehmer ermittelt. Bei den Frauen war dies die 91jährige Ortrun Köster und bei den Männern der 82jährige Horst König. Bürgermeister Gemmer und der Vorsitzende des Beirates Otto Butzbach beglückwünschten die rüstigen Senioren. Als Andenken erhielten sie ein Präsent, das sie an den Besuch der Brauerei erinnern sollte.
Ein besonderer Dank gilt unserem Bürgermeister Harald Gemmer, der sich immer die Zeit nimmt, „seine Seniorinnen und Senioren“ auf dem Ausflug zu begleiten und bei der Vorbereitung und Durchführung mitzuwirken. Ich erwähne dies, weil es durchaus nicht selbstverständlich ist.
Die Busse der Firma Engelhardt brachten die „Einricher“ sicher nach Hause und man war sich einig, einen schönen, informativen Nachmittag erlebt zu haben.
Otto Butzbach


Erzähl-Café behandelte aktuelles Thema (08.10.2015)
Lockeres Gedächtnistraining stand auf dem Programm des Erzähl-Cafés, zu dem der Seniorenbeirat ins Café Faust eingeladen hatte. Der Vorsitzende Otto Butzbach konnte 20 Gäste begrüßen, die einen hochinteressanten Nachmittag erlebten. Die beiden Logopädinnen Silke Kalkofen und Ann-Kathrin Böhmer referierten zunächst in einem sehr gut vorbereiteten Vortrag über die verschiedenen Formen der Demenz, die besonders bei älteren Menschen zu Gedächtnisverlust und Vergessen führen. Es gibt zahlreiche Formen der Demenz, wobei die Alzheimererkrankung als die am häufigsten vorkommende ist. Zu Zeit leiden etwa ein Drittel der über Achtzigjährigen an Demenz, was aber andererseits bedeutet, dass zwei Drittel nicht betroffen sind, um es positiv zu sehen. Die Tendenz ist allerdings steigend. Die Referentinnen betonten, dass es leider noch nicht möglich ist, die Krankheit zu heilen, man aber etwas tun kann, um ihren Beginn hinauszuschieben. Besonders wichtig ist gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, um nur einige Tipps zu nennen. 
Nach dem theoretischen Teil, der sehr verständlich und kurzweilig aufgebaut war, stellten sie im zweiten Teil verschiedene Gedächtnisübungen und Spiele vor. Mit Begeisterung waren die Teilnehmer dabei, die gestellten Aufgaben zu lösen.
Reicher Beifall belohnte die Logopädinnen, die zusammen eine Praxis in Hahnstätten betreiben, für ihre gelungene Darbietung.
Otto Butzbach


Die Verbrauchertentrale informiert (13.10.2015)
Zum Thema „Glauben ist gut – Wissen ist besser“ hatte der Seniorenbeirat der VG Katzenelnbogen ins Café Faust eingeladen. Interessiert lauschten die Teilnehmer den Ausführungen des Referenten Alexis Böhm von der Verbraucherzentrale Rheinland- Pfalz. Die Verbraucherzentrale ist eine anbieterunabhängige Organisation, die durch Spenden und öffentliche Mittel finanziert wird. Sie berät und unterstützt die Verbraucher und Verbraucherinnen in Fragen des privaten Konsums und vertritt Verbraucherinteressen bei Unternehmen, Politik und Verbänden.
Nach einer ausführlichen Information über das Beratungsangebot und die Tätigkeit der Verbraucherzentrale ging der Redner auf beliebte Abzockmaschen durch dubiose Rechnungen, unberechtigte Forderungen und andere üble Tricks der Abzocker ein. Häufig geben sich die Forderer am Telefon oder auch schriftlich als Anwälte, Notare oder sogar als Verbraucherschützer aus. Der Redner betonte, dass die Verbraucherzentrale nie Menschen anschreibt. Wer ein Problem hat, kann sich übers Internet (www.vz-rlp.de), per E-Mail (info@vz-rlp.de),  telefonisch (06131-2848-0) oder schriftlich (VZ Rheinland-Pfalz, Seppel-Glückert-Passage 10, 56116 Mainz)  an die Verbraucherzentrale wenden. Wie Verbraucher und Verbraucherinnen Abzocker entlarven und sich vor finanziellen Schäden schützen können und welche Rechte beim Einkauf gelten, wie z. B. das Widerrufsrecht hat der Referent besonders in seinem Vortrag behandelt. Am Ende des informativen Vortrags beantwortete er noch Fragen der Zuhörer.
Otto Butzbach

Gemeinsames Mittagessen erfreut sich großer Beliebtheit (11.11.2015)
Mit Herbstgedichten von Christoph Kempf und Heinz Erhardt begrüßte der Vorsitzende des Seniorenbeirates Otto Butzbach die 64 Seniorinnen und Senioren zum gemeinsamen Mittagessen  im Gasthaus Müller in Schönborn. Mit fröhlichen Liedern und dem Lösen von Rätseln, die das Gedächtnis stärken sollten, wurde die Zeit bis zum Mittagsmahl gefüllt. War der Saal zunächst mit munteren Gesprächen erfüllt, wurde es ganz still, als die Köstlichkeiten aus der Küche auf den Tischen serviert und die Teller gefüllt waren. Die Gastgeber hatten sich ein tolles Menü ausgedacht, was mit großem Lob bedacht wurde. Die Besucher dankten mit herzlichem Beifall den Gastgebern und dem Beirat für die Organisation und äußerten den Wunsch, diese schöne Tradition auch in den kommenden Jahren fortzusetzen.

Albert Ott informiert über Jin-Shin-Jyutsu (12.11.2015)
Unser Körper ist ein wahres Wunderwerk, zu dessen Enträtselung die Vorträge von Albert Ott, Herold beitragen sollten. Auf Einladung des Seniorenbeirates informierte er beim Erzähl-Café im Café Faust die gespannt zuhörenden Besucher über die Zusammenhänge zwischen Fingern, Energie und Körperfunktionen. Unsere Finger und ebenso die Zehen bilden gleichsam die Organe unseres Körpers ab, wie wir von der sehr alten Lehre des Jin-Shin-Jyutsu, die vor etwa 100 Jahren neu entdeckt wurde, wissen. Der Referent zeigte, welche Funktion die einzelnen Finger haben und wie durch bestimmte Haltungen Beschwerden gemildert oder geheilt werden können. Zur Eigenbehandlung muss man sich Zeit nehmen und mit viel Geduld die Übungen durchführen. Die Besucher waren mit Eifer dabei und hatten viel Freude bei den praktischen Übungen. Auf allgemeinen Wunsch wird die Vortragsreihe im nächsten Jahr fortgesetzt.

Weihnachtliches Singen
Es ist schon eine liebgewordene Tradition geworden, kurz vor Weihnachten zu einem Singe-Nachmittag einzuladen. Über 50 Seniorinnen und Senioren konnte der Vorsitzende des Seniorenbeirates Otto Butzbach begrüßen. Geschichten, Gedichte und alte und neue Weihnachtslieder standen auf dem Programm. Für das leibliche Wohl sorgte wie gewöhnlich Familie Faust, mit Weihnachtsstollen und Plätzchen.