Namensgebung

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Namensführung der Ehegatten

Die Ehegatten können durch eine gemeinsame Erklärung den Geburtsnamen oder den zur Zeit der Erklärung geführten Familiennamen des Mannes oder der Frau zum Ehenamen bestimmen.
Familienname kann der in einer früheren Ehe erworbene Ehename sein oder auch ein durch Hinzufügung eines Namens zum früheren Ehenamen gebildeter Doppelname. Die Erklärung über die Ehenamensbestimmung kann bei der Eheschließung oder zu einem späteren Zeitpunkt abgegeben werden.
Wird keine Bestimmung getroffen, behält jeder Ehegatte den von ihm zur Zeit der Eheschließung geführten Namen.

Hinzufügung eines Namens zum Ehenamen

Der Ehegatte, dessen Name nicht Ehename geworden ist, kann dem Ehenamen seinen Geburtsnamen oder den zur Zeit der Bestimmung des Ehenamens geführten Familiennamen voranstellen oder anfügen. (Dies gilt nicht, wenn der Ehename bereits aus mehreren Namen besteht!) Besteht der Geburts- bzw. Familienname eines Ehegatten aus mehreren Namen, so kann nur einer dieser Namen hinzugefügt werden. 

Wiederannahme eines früheren Namens

Nach Auflösung der Ehe durch Scheidung oder Tod eines Ehegatten kann der Geburtsname oder der Name, der bis zur Bestimmung des Ehenamens geführt wurde, durch Erklärung wieder angenommen werden.
Vorzulegende Unterlagen:
- Personalausweis oder Reisepass
- beglaubigte Abschrift aus dem als Heiratseintrag fortgeführten Familienbuch der Vorehe  bzw. aktuelle (seit dem 01.01.2009 ausgestellte) Eheurkunde der Vorehe

Gebühr: 20,00 € 

Namensführung gemeinsamer vorehelicher Kinder
Gemeinsame Kinder der Ehegatten, die das 5. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erhalten automatisch den Ehenamen der Eltern. Kinder ab Vollendung des 5. Lebensjahres können sich der Namensführung der Eltern anschließen; dann ist für jedes betroffene Kind eine eigene Anschlusserklärung erforderlich.

Geburtsname

Die Eltern sind miteinander verheiratet
Das Kind erhält den Ehenamen der Eltern als Geburtsnamen. Führen sie keinen Ehenamen, so bestimmen sie den Familiennamen, den der Vater oder die Mutter zur Zeit der Erklärung führt, zum Geburtsnamen des Kindes. Die Bestimmung gilt auch für die weiteren Kinder*.

Die Eltern sind nicht miteinander verheiratet
Hat die Mutter das alleinige Sorgerecht, erhält das Kind den Familiennamen der Mutter. Die Mutter kann jedoch dem Kind den Familiennamen des nicht sorgeberechtigten Vaters -mit dessen Einwilligung- erteilen. Bei gemeinsamer Sorge bestimmen die Eltern den Familiennamen des Vaters oder der Mutter zum Geburtsnamen des Kindes. Die Bestimmung gilt auch für die weiteren Kinder*.

 

Sowohl die Namenserteilung durch die Mutter wie auch die Namensbestimmung durch die Eltern können schon vor der Geburt abgegeben werden.
Das Recht, dem Kind einen Vornamen zu erteilen, steht den sorgeberechtigten Eltern gemeinsam bzw. bei alleiniger Sorge nur diesem Elternteil zu.

* Dadurch soll verhindert werden, dass gemeinsame Kinder der Eltern unterschiedliche Familiennamen führen.